Thelypteris

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Thelypteris — Sumpf- und Bergfarn

Bearbeitet von Elvira Hörandl


Weiterer deutscher Name: Lappenfarn


Etymologie: agr. θηλυς = thêlys: weiblich; agr. ptéris: „Farn“ (vgl. → Pteridium); wohl willkürliche Übertragung des traditionellen Farnnamens „Frauenfarn“ (vgl. Athyrium filix-femina) auf diese Gattung. — Sumpffarn: → Th. palustris — Bergfarn: → Th. limbosperma.


Spreite einfach gefiedert mit fiederspaltigen bis fiederschnittigen Fiedern, unterseits ± spärlich spreuschuppig, borsten- u./od. drüsenhaarig, oberseits fast kahl; Blattadern frei; Sori rund, ± einzeln, zuletzt zusammenfließend; Schleier drüsenhaarig, bewimpert, meist vor der Sporenreife abfallend; Sporen mit Perispor. — x = 34, 35 — ca. 20 Arten, fast weltweit; in Eur. 2 Arten.


Schlüssel der Arten

1 Blätter einzeln dem dünnen, weitkriechenden Rhizom entspringend (und daher ± entfernt stehend); Spreite ½–1½(–2)× so lg wie der BStiel; Spreite am Grund wenig verschmälert, unterste Fieder mindestens ½× so lg wie die längsten Fiedern.
Blätter 20–75(–100) cm lg, ± aufrecht, sommergrün; BStiel am Grund sehr spärlich spreuschuppig, oberwärts fast kahl; Spreite hellgrün, im Umriss 3-eckig-lanz., 10–45 cm lg u. 5–16 cm br; Fiederabschnitte der sporangientragenden Blätter durch den stark umgerollten BRand 3-eckig bis sichelförmig, die der veg. Blätter flach, länglich-abgerundet; Sori entfernt vom BRand (etwa in der Mitte des Fiederabschnitts) angeordnet; Sporen feinstachelig.
Th. palustris
 
Blätter rosettig dem kurzen, dicken Rhizom entspringend; Spreite 3–8× so lg wie der BStiel; Spreite am Grund deutlich verschmälert, unterste Fieder höchstens 1/3× so lg wie die längsten Fiedern.
Blätter 35–100(–120) cm lg, aufrecht bis schräg bogig, sommergrün, beim Zerreiben nach Zitrone riechend; BStiel u. BSpindel spreuschuppig; Spreuschuppen lanz. bis pfriemlich, blassbraun; Spreite hellgrün, im Umriss lanz., 25–85 cm lg u. 10–25 cm br; alle Fiederabschnitte flach, länglich-abgerundet; Sori am Rand der Fiederabschnitte angeordnet; Sporen faltig-netzig.
Th. limbosperma
Achtung.png Verwechslungsmöglichkeit: Matteuccia struthiopteris: Blätter beim Zerreiben nicht nach Zitrone riechend; BStiele u. BSpindeln auffällig rinnig; innerste Abschnitte der Fiedern (bes. unterste Fiedern betrachten!) sichelförmig über die BSpindel gebogen. — Dryopteris filix-mas: Blätter beim Zerreiben nicht nach Zitrone riechend, wenig elastisch (die BSpindel knickt, wenn sie zum Spreitengrund gebogen wird); unterste Hauptfieder mehr als 2× so lang wie breit (bei Thelypteris limbosperma weniger als als 2× so lang wie breit); Mittelnerv des innersten (spindelnächsten) zur Spreitenspitze weisenden Fiederabschnitts jeder Hauptfieder gerade (bei Thelypteris limbosperma zur BSpindel hingebogen); Sori nahe der Fieder-Mittelrippe angeordnet.



Thelypteris
inkl. Oreopteris
Thelypteris palustris.jpg
Systematik
Familie: Thelypteridaceae

Nomenklatur & Synonymie








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