Polypodium

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Polypodium — Tüpfelfarn

Bearbeitet von Maria Strudl & Franz Starlinger


Etymologie: Polypodium: gr. πολυς = polys: viel, häufig, groß, lange, stark; ποδιον = pódion: Füßchen, kleines Bein; Name eines Farns bei Theophrastos, Bedeutung unklar. — Tüpfelfarn: Wegen der relativ großen, kreisrunden, auffälligen nackten Sori.


Rhizom ± oberirdisch kriechend, dicht mit Spreuschuppen besetzt; LaubB wintergrün, einfach fiederschnittig [od. gefiedert], kahl; Sori in 1 od. 2 Reihen, beidseitig der BNerven, rund bis elliptisch [slt länglich od. linealisch]; Sporen durchsichtig, gelblich, ellipsoidisch (bohnenförmig); Perispor warzig (slt stachelig od. leicht geflügelt). — x = 37 — ca. 200 Arten, weltweit (v. a. trop. u. subtrop., sehr artenreich in den Neotropen); in Eur. 3–4 Arten — [meist epiphytisch].


Achtung.png Techn. Hinweis: Zur eindeutigen Bestimmung sind reife Sporangien nötig!


Schlüssel der Arten

1 Blattabschnitte vorn abgerundet, v. a. spitzenwärts gekerbt bis seicht gesägt; der knorpelige BRand in den BBuchten (zumindest in der Mitte der Spreite od. knapp unterhalb) den Hauptnerv der Spreite deutlich berührend (mit der Lupe gegen das Licht betrachten!); meist mehr als ¾ der Fiederabschnitte (manchmal alle!) mit Sori; Sori stets rund; Sporangien mit (8–)11–15(–17) dickwandigen Anuluszellen u. (0–)1(–3) unverdickten Basalzellen (Mikroskop!), Anulus rotbraun; Sporenreife August, ab Oktober die meisten Sporangien geöffnet.
Längste Rhizomschuppen 3–5,5 mm lg; Spreite, länglich-eilanz.; Seitennerven der untersten Blattabschnitte 1–3(–4)× gegabelt (Ohwell.png); Stomata ca. 50–62 µm lg; neue Blätter entwickeln sich im Frühjahr u. Frühsommer; Sporen (48–)56–68(–73) µm lg.
P. vulgare
 
Blattabschnitte vorn oft spitz, oft scharf gesägt; der knorpelige BRand in den BBuchten den Hauptnerv der Spreite nicht (od. nur undeutlich?) berührend, von diesem durch grünes Gewebe getrennt (mit der Lupe gegen das Licht betrachten!); meist weniger als ¾ der Fiederabschnitte (nie alle!) mit Sori; Sori im Jugendstadium ± elliptisch, später rundlich; Sporangien mit (5–)7–12(–14) dickwandigen Anuluszellen u. (2–)3(–4) unverdickten Basalzellen (Mikroskop!), Anulus blassbraun; Sporenreife September–Oktober, erst ab Mai des folgenden Jahres die meisten Sporangien geöffnet.
Längste Rhizomschuppen 5,5–6 mm lg; Spreite, br-eilanz.; Seitennerven der untersten Blattabschnitte (2–)3–4× gegabelt (Ohwell.png); Stomata ca. 58–68 µm lg; neue Blätter entwickeln sich im Sommer; Sporen (61–)68–75(–84) µm lg.
P. interjectum


Hybriden

P. interjectum × P. vulgare = P. ×mantoniae: Stomata ca. 53–65 µm lg; Sporangien mit (0–)2(–4) Basalzellen; Sporen abortiert, Pf daher steril, jedoch bisweilen ausgedehnte Klone bildend. — 5x — Häufigkeit u. Verbreitung in Ö unbekannt.


Polypodium
Polypodium2.jpg
Systematik
Familie: Polypodiaceae

Nomenklatur & Synonymie








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