Ostrya

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Ostrya — Hopfenbuche

Bearbeitet von Manfred A. Fischer

Etymologie: Ostrya: lat. ostrys, ostrya, gr. ostrýa, ostrýs, ostryís. – Hopfenbuche: wegen der auffälligen Ähnlichkeit der FrStände mit denen des Hopfens.


Bäume od. Sträucher; ♂ Kätzchen seitenständig, zu mehreren dicht gedrängt an den Triebenden, schon im Herbst erscheinend, nackt überwinternd, hängend; ♂ Blüten einzeln (seitliche Blüten ausgefallen) in den Achseln schuppenartiger DeckB, ohne VorB, Perigon fehlend; StaubB ca. 4–10, gespalten (Theken vollständig voneinander getrennt); ♀ Kätzchen endständig an Langtrieben, einzeln, im Frühjahr gleichzeitig mit den LaubB erscheinend, zur Blüte aufrecht, später hängend; ♀ Blüten 2 je TeilBlüstd (Mittelblüte ausgefallen); TragB lanz., hinfällig; je 3 VorB zu einer eiförmigen FrHülle verwachsen; Perigon unscheinbar, mit dem Frkn verwachsen; Narben 2; Nuss abgeflacht, von der sackförmig vergrößerten FrHülle umgeben. — Windbestäubung, Windausbreitung — x = 8 — 7 Arten, nordhem.-temp.; in Eur 1 Art — FISCHER (1996), FRANZ (2002).

  10(–20) m hoher Baum (bisweilen auch strauchförmig); Stamm zunächst glatt, weißgrau, später mit längs- u. querrissiger, dunkel gefärbter Borke; junge Zweigachsen behaart (die längsten Haare meist 1–1,5 mm lg); Lentizellen 0,2–0,4(–0,5) mm lg, meist elliptisch; Winterknospen spitzkegelförmig, stark glänzend, klebrig, kahl; LaubBStiel (2–)3–9(–12) mm lg, meist dicht behaart mit 0,5–1(–1,5) mm lg Haaren; Spreite (5–)7–9(–11) cm lg u. 3–6 cm br, eilänglich, meist unterhalb der Mitte am breitesten, am Grund schwach herzförmig bis gestutzt (bis br-keilig), spitz bis zugespitzt, doppelt gekerbt-gesägt (Zähne mit meist deutlich abgesetzter Spitze, diese 0,4–0,7(–1,3)× so lg wie die gesamte Zahnlänge), beiderseits mit 14–16(–18) Seitennerven, unterster Seitennerv meist (2–)3–5(–6) mm vom Blattrand entfernt, meist mit (3–)4–5(–6) nach unten abzweigenden, meist deutlichen Tertiärnerven (Abb. ?); Spreite oberseits am Hauptnerv mit 0,5–1 mm lg Haaren, Seitennerven meist kahl, zwischen den Seitennerven ein Mittelstreifen aus (0,5–)0,7–1,3(–1,6) mm lg Haaren (nicht verkahlend!), Drüsen meist fehlend; unterseits an Hauptnerv u. Seitennerven dicht behaart mit 0,7–1,5 mm lg Haaren, in den Nervenwinkeln ± bärtig; bes. an jungen LaubB reichlich mit sitzenden Drüsen; ♂ Kätzchen (5–)6–8 cm lg u. 4–6 mm br, DeckB 2–4 mm lg, die StaubB nicht od. kaum überragend, querelliptisch, bespitzt, oberseits kahl bis dicht kurzhaarig, dicht 0,1–0,3 mm lg bewimpert; ♀ Kätzchen dichtblütig, FrStandsachse bis ins folgende Jahr vorhanden, (3–)4–6 cm lg.
O. carpinifolia
Achtung.png Verwechslungsmöglichkeit: Carpinus betulus: vgl. Gattungsschlüssel sowie Merkmale im einzelnen!
 


Ostrya
Ostrya.jpg
Systematik
Familie: Betulaceae
Unterfamilie: Coryloideae

Nomenklatur & Synonymie







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