Cystopteris

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Cystopteris — Blasenfarn

Bearbeitet von Elvira Hörandl


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Etymologie: Cystopteris: gr. kystis = Blase; pteris = Farn; wegen des blasig gewölbten Schleiers.


Rhizom kriechend od. schräg aufsteigend, mit membranösen, ganzrandigen Spreuschuppen; LaubBStiel ± dünn, braun, oberseits gefurcht, am Grund spreuschuppig, [slt am Grund bulbillenartig vedickt u. überwinternd]; sporangientragende u. veg. LaubB gleichgestaltet; Spreite dünn, 2- bis 3-fach gefiedert, nicht überwinternd, BNerven einfach od. verzweigt, nahe dem LaubBRand frei endend; Sori rundlich; Schleier eilanz., unterhalb der Sori angeheftet u. über diese gewölbt, zuletzt zurück-geschlagen, meist bleibend; Sporen ellipsoidisch bis rundlich, Perispor meist stachelig, slt gefurcht. — x = 42 — ca. 20 Arten, fast weltweit; in Eur. 5 Arten.


Taxon. Anm. 1: Die Verwandtschaft und der Rang der Sippen innerhalb der Cystopteris fragilis-Gruppe (C. fragalis, C. alpina), in der di-, tetra-, hexa- und oktoploide Karyodeme auftreten, sind noch nicht geklärt (vgl. VIDA 1974, VIDA & MOHAY 1980). Die hier genannten Arten werden aufgrund der wenigen Differenzialmerkmale vielfach auch nur als Unterarten oder Varietäten aufgefasst. Bei gemeinsamem Vorkommen von C. fragilis und C. alpina treten im Gebiet relativ häufig Populationen mit intermediären Merkmalsausprägungen auf, die in den meisten Fällen abortierte Sporen aufweisen (vgl. auch MELZER 1984, 1986). Ob es sich dabei um Hybriden handelt, ist bisher nicht karyologisch untersucht.

Taxon. Anm. 2: Cystopteris dickieana (C. fragilis subsp. dickieana; Runzelsporiger B.) ist nach neueren Untersuchungen wahrscheinlich eine immer wieder auftretende Mutante von C. fragilis, ohne eigenständiges Areal od. eigenständige Ökologie (PARKS et al. 2000, DYER et al. 2000), und daher nur als Forma zu werten. Das Taxon unterscheidet sich von der typischen C. fragilis durch runzelige, mit unregelmäßigen Falten und Leisten bedeckte Sporen. In Österreich wurden derartige Individuen bisher nur in Salzburg (Lungau: Muhr) nachgewiesen (HÖRANDL 1989).


Schlüssel der Arten

1 Blätter einzeln dem dünnen, weitkriechenden Rhizom entspringend, daher voneinander ± entfernt stehend; Spreite 3- bis 5-eckig, 0,7–1,2× so lg wie br; unterste Hauptfieder deutlich länger als die oberen.
Blätter (10–)20–40 cm lg, ± aufrecht; BStiel 1–3× so lg wie die Spreite; Spreite 3-fach gefiedert, oberseits dunkelgrün, kahl, unterseits wie die BSpindel spärlich drüsenhaarig; unterste Hauptfieder asymmetrisch 3-eckig, deren innerste, zum BGrund gerichtete Fieder 2. Ordnung länger als die nach außen folgenden (bei der ähnlichen, aber in Ö fehlenden C. sudetica kürzer); Fiedern 3. Ordnung fiederspaltig bis fiederschnittig, deren Fiederabschnitte elliptisch bis länglich, gezähnt, an der Spitze oft ausgerandet od. 2-zähnig, die Nerven meist in den Buchten mündend; Sori einander kaum berührend; Schleier ganzrandig (?), meist kahl, slt spärlich drüsig; Sporen 30-40 µm lg, mit stumpf-kegelförmigen Warzen.
C. montana
 
Blätter rosettig an der Spitze des kurzen, dicken Rhizoms entspringend; Spreite eiförmig-lanz. bis länglich, 2–5× so lg wie br; unterste Hauptfieder höchstens so lg wie die oberen.
Blätter ± aufrecht stehend od. waagrecht bis abwärts hängend; BStiel 0,5–1,2× so lg wie die Spreite; Spreite 2(–3)-fach gefiedert, hellgrün, seltener dunkelgrün, meist dünn u. zart, kahl (bei C. fragilis slt auch drüsenhaarig); Hauptfiedern ± symmetrisch eiförmig bis eilanz.; Sori zuletzt meist zusammenfließend; Schleier ± fransig, nicht drüsig (?).
(Cystopteris fragilis-Gruppe)
2


2 Fiedern 2. Ordnung gesägt-gekerbt bis fiederschnittig (slt gefiedert) mit spitzen od. abgerundeten Zähnen bzw. Abschnitten, alle od. die meisten Nerven in den Spitzen der Zähne bzw. Fiederabschnitte mündend.
Blätter 12–45(–50) cm lg; Sporen (32–)39–50(–60) µm lg, regelmäßig stachelig od. sehr slt runzelig.
C. fragilis
Anm.: Vgl. auch Taxonom. Anm. 2 oben.
 
Fiedern 2. Ordnung fiederlappig bis fiederschnittig mit vorn ausgerandeten bis 2-zähnigen Abschnitten, alle od. die meisten Nerven in den Buchten der Fiederabschnitte mündend.
Blätter 5–20(–30) cm lg; Sporen 37–45(–50) µm lg, regelmäßig stachelig.
C. alpina
Achtung.png Verwechslungsmöglichkeit: Asplenium fissum: Rhizomschuppen fast schwarz, gegittert (bei C. alpina hellbraun, dünnwandig); BNerven schwach, oft undeutlich (bei C. alpina sehr kräftig, durchscheinend).


Hybriden

(genaue Häufigkeit u. Verbreitung in Österreich unbekannt)


Cystopteris
Cystopteris-fragilis.jpg
Systematik
Familie: Woodsiaceae

Nomenklatur & Synonymie








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