Carpinus

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Carpinus — Hainbuche

Bearbeitet von Manfred A. Fischer


Etymologie: Carpinus: lat. carpinus; zu idg. *(s)kerep-: schneiden, vielleicht wegen des gesägten LaubBRandes. – Hainbuche: germ. Baumname, ahd. haganbuohha, mhd. hagebuoche; zu ahd. hag, mhd. hac: Gebüsch, Umzäunung, Gehege, umfriedeter Wald, wohl wegen der hfg Verwendung für Hecken; zu idg. * kagh-: Flechtwerk, Zaun; dazu auch Hain, Hecke, Kai.


Bäume od. Sträucher; Kätzchen im Frühjahr gleichzeitig mit den LaubB erscheinend; ♂ Kätzchen seitenständig, meist einzeln, hängend; ♂ Blüten einzeln (seitliche Blüten ausgefallen) in den Achseln schuppenartiger DeckB, ohne VorB, Perigon fehlend; StaubB ca. 4–10, gespalten (Theken vollständig voneinander getrennt); ♀ Kätzchen endständig an Langtrieben, einzeln, bereits zur Blüte hängend; ♀ Blüten 2 je TeilBlüstd (Mittelblüte ausgefallen); TragB lanz., hinfällig; je 3 VorB zu einer flügelförmigen, 3-lappigen [od. eiförmigen] FrHülle verwachsen; Perigon unscheinbar, mit dem Frkn verwachsen; Narben 2; Nuss abgeflacht, von der vergrößerten FrHülle umgeben. — Windbestäubung, Windausbreitung — x = 8 — 26 Arten, nordhem.-temp., SO-As., ZAm.; in Eur. 2 Arten — FISCHER (1996).


  6–25 m hoher Baum; Stamm mit glatter, längsgestreifter grauer Rinde, erst im hohen Alter eine Borke ausbildend; junge Zweigachsen behaart (die längsten Haare meist 1,5–2 mm lg); Lentizellen (0,3–)0,4–0,6 mm lg, meist linealisch bis spindelförmig; Winterknospen spitzkegelförmig, den Ästen angedrückt, schwach glänzend, bewimpert, nicht klebrig; LaubBStiel (5–)7–17(–21) mm lg, meist dicht behaart mit 1–2 mm lg Haaren; Spreite (4–)6–12 cm lg u. 3–6 cm br, länglich-elliptisch, meist in der Mitte am breitesten, am Grund schwach herzförmig bis gestutzt (bis br-keilig), spitz bis zugespitzt, doppelt gekerbt-gesägt (Zähne mit oft nur undeutlich abgesetzter Spitze, diese meist 0,3–0,4(–0,5)× so lg wie die gesamte Zahnlänge), beiderseits mit (8–)12–14(–16) Seitennerven, unterster Seitennerv meist 1–2(–3) mm vom Blattrand entfernt, meist ohne od. mit nur 1–2(–3) nach unten abzweigenden, meist wenig deutlichen Tertiärnerven; Spreite oberseits am Hauptnerv mit meist 1–2 mm lg Haaren, auf u. zwischen den Seitennerven meist kahl (zuweilen zwischen den Seitennerven ein sehr lockerer Mittelstreifen aus wenigen (1–)1,5–2,5 mm lg Haaren), Drüsen stets fehlend; unterseits an Hauptnerv u. Seitennerven dicht behaart mit (0,8–)1–2(–3) mm lg Haaren, in den Nervenwinkeln bärtig; meist ohne Drüsen (slt an jungen LaubB vereinzelt vorhanden); ♂ Kätzchen (2–)3–4(–6) cm lg u. 8–10 mm br, DeckB (3–)4–6(–7) mm lg, die StaubB deutlich überragend, br-eiförmig, spitz bis zugespitzt, oberseits stets kahl, dicht 0,2–0,5(–1) mm lg bewimpert; ♀ Kätzchen lockerblütig, FrStandsachse nicht bis ins folgende Jahr vorhanden.
C. betulus
Achtung.png Verwechslungsmöglichkeit: Ostrya carpinifolia: vgl. Gattungsschlüssel sowie Merkmale im einzelnen!
 


Carpinus
Carpinus.jpg
Systematik
Familie: Betulaceae
Unterfamilie: Coryloideae

Nomenklatur & Synonymie







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